Ja zur Osthilfe und Familienzulagen, Nein zur Fremdsprachen-Initiative
Mitgliederversammlung vom 30.11.2006
Osthilfegesetz
Trotz Zustimmung zum Osthilfegesetz und den Familienzulagen diskutierten die Mitglieder der Adliswiler CVP am Montag die bevorstehenden Abstimmungsvorlagen ausführlich und bedachten auch die Gegenargumente. Das Osthilfegesetz bzw. die zu sprechende Milliarde sei anzunehmen, plädierte Alt-Stadtrat Alfred Jud. Damit würden von der Schweiz ausgesuchte und geleitete Entwicklungshilfeprojekte unterstützt und so die Wirtschaftskraft in diesen Ländern gefördert, wovon die Schweiz wiederum profitieren könne. Eine Ablehnung der Vorlage würde den erfolgreichen bilateralen Weg der Schweiz gefährden. 60% der Kosten könnten aus der bereits bestehenden Osthilfe bezahlt werden, die übrigen Mehrausgaben würden durch die Einnahmen aus dem Zinsbesteuerungsabkommen der Bilateralen II mehr als kompensiert.
Familienzulagen
Das Bundesgesetz über die Familienzulagen wurde von den Anwesenden vehement unterstützt. Die CVP als Familienpartei bejaht die Vorlage vorbehaltlos. Auch wenn der Ausschluss der Selbständig Erwerbenden bedauerlich sei, dürfe die Vorlage deswegen nicht abgelehnt werden, sonst dauert es wieder 20 Jahre, bis etwas geht, wurde argumentiert. Nach dem neuen Bundesgesetz über die Familienzulagen sollen diese für Kinder bis 16 Jahre in allen Kantonen mindestens 200 Franken im Monat ausmachen, für Jugendliche in Ausbildung 250 Franken. Auch Teilzeitbeschäftigte sowie Nichterwerbstätige werden neu die vollen Familienzulagen erhalten. Auch wenn dieses Gesetz von der Wirtschaft, vor allem von den KMU's, eine Anstrengung erfordere, sei es unabdingbar, Familien zu unterstützen. Auch KMU's sind darauf angewiesen, dass sie in 15 Jahren noch Kunden und Angestellte finden, was beim aktuellen Bevölkerungsrückgang durchaus ein Problem werden könnte, wurde erklärt.
Nur eine Fremdsprache ist nicht genug!
Die Initiative Nur eine Fremdsprache an der Primarschule wurde von der Adliswiler Schulpräsidentin zur Ablehnung empfohlen. Die Einführung des Englischen ab der 2. Klasse und des Französischen ab der 5. Klasse sei auch in Adliswil gut angelaufen. Dank der Blockzeiten seien genug Stunden vorhanden, in denen diese Sprachen unterrichtet werden können, ohne dass andere Lektionen deswegen abgebaut würden. Es wurde anerkannt, dass leistungsschwächere Kinder mit zwei Fremdsprachen Mühe haben können und dass Lehrerinnen und Lehrer mit dem Neuen Volksschulgesetz, das noch einige Veränderungen bringen wird, stark gefordert sind. Fremdsprachen seien jedoch heute ein Muss und Kinder im Primarschulalter besonders offen dafür, wurde erklärt.
Die CVP Adliswil sagt Ja zum Bundesgesetz über die Zusammenarbeit mit Osteuropa, Ja zum Bundesgesetz über Familienzulagen und Nein zur Initiative Nur eine Fremdsprache an der Primarschule.
|