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CVP Adliswil Aktuell

Schulsozialarbeit
10.12.2009

An der Gemeinderatssitzung vom 9.12.2009 hat der Ratspräsident Max Stenz VFW zum zweiten Mal die Schulsozialarbeit per Stichentscheid zu Fall gebracht. Dieser Entscheid ist bei etlichen Zuschauerinnen und Zuschauer auf grosses Unverständnis gestossen.
Aus meiner beruflichen Tätigkeit weiss ich, wie hoch die Anforderungen an die heutige Schule sind. Von der Bildungsdirektion kommt vermehrt der Druck auf die Gemeinden, dass stark auffällige Schülerinnen und Schüler nicht mehr Sondergeschult werden dürfen sondern sie sollen in den Klassen integriert bleiben. Wie können die Lehrpersonen den Spagat schaffen einerseits diese auffälligen Schüler zu bändigen und anderseits den Kindern und Jugendli-chen ein konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen und sie gleichzeitig individuell zu fördern?

Hier könnte eine gut ausgebaute Schulsozialarbeit ansetzten. Schulsozialarbeit bedeutet nicht, wie es den Bürgerlichen mit ihrer Poollösung vorschwebt, einzuschreiten wenn es be-reits lichterloh brennt, sondern Schulsozialarbeit ermöglicht ein Eingreifen, bevor sich ein Problem zu einer Krise ausweitet. Lehrpersonen erhalten u.a. Unterstützung in ihrem Erzie-hungsauftrag, welcher von Eltern vermehrt an die Schule delegiert wird. Gerade die SVP, be-tont bei jeder Gelegenheit, dass Erziehung Aufgabe des Elternhauses ist, was auch stimmt. Man will aber nicht wahrnehmen, dass die Realität eine andere ist, das Klima der Schule ist bekanntlich ein Abbild der Gesellschaft.

Das Nein von FDP, VFW und SVP muss man in einem grösseren Zusammenhang sehen.
Die Bürgerinnen und Bürger sollten nun aufmerksam verfolgen, was sich in den nächsten Wochen und Monaten gegen die Schule tut. Den nächsten Pfeil haben sie schon im Köcher.


Ruth Oesch
Parteipräsidentin
CVP Adliswil

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