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CVP Adliswil Aktuell

Klares Bekenntnis zur Erweiterung der Tagesstrukturen
11.09.2008

Die CVP-Mitgliederversammlung, an der erfreulicherweise auch Neumitglieder zu begrüssen waren, hat sich klar für die Erweiterung der Tagesstrukturen der Schule Adliswil ausgesprochen, ebenso zur neuen Verbandsordnung der Planungsgruppe Zimmerberg. Ja zur Volksinitiative „Schutz vor Passivrauchen“ und Ja zum Berufsbildungsgesetz ohne Fonds sagt die CVP Adliswil zu den kantonalen Vorlagen.

„Ab 2009 werden wir bei Annahme der Vorlage die Tagesstrukturen in Adliswil schrittweise dem, laut einer Umfrage, ausgewiesenen Bedürfnis anpassen können“, erläuterte Schulpräsidentin Rita Rapold den Adliswiler CVP-Mitgliedern. „Gleichzeitig erfüllen wir so den Auftrag des neuen Volksschulgesetzes, das uns verpflichtet, den Bedürfnissen entsprechende Betreuungsplätze anzubieten“, hielt sie fest. So sollen ein zusätzlicher Mittagstisch, weitere Plätze in der Morgenbetreuung, den Nachmittags- und Tageshorten sowie ein zusätzliches Betreuungsangebot in einer Ferienwoche für Schulkinder ermöglicht werden. Abgestimmt wird dabei über einen jährlichen Kredit von 332'000 Franken. „Effektiv werden die wiederkehrenden Kosten für die Gemeinde noch ca. 200'000 Franken betragen“, führte die Schulpräsidentin aus. Denn die Elternbeiträge an die Betreuungskosten hätten bei der Abstimmungsvorlage nicht eingerechnet werden dürfen, da diese nicht mit absoluter Sicherheit vorausgesehen werden können. „Aber bei ausreichenden Betreuungsplätzen gibt es auch für Kinder von besser verdienenden Eltern einen Platz, und somit können mehr Einnahmen generiert werden“, betonte Rapold. Die CVP Adliswil stimmte sodann einstimmig der Vorlage zu, sieht sie darin nicht zuletzt auch eine Verbesserung des Standortvorteils für Adliswil.

Diskussionslos stimmte die CVP Adliswil zudem der neuen Verbandsordnung der Zürcher Planungsgruppe Zimmerberg zu. Vorgesehen sind weniger Delegierte pro Anzahl Einwohner, und diese sollen - so die Vorlage - in der Exekutive und mit der Planung betraut sein. Im Moment seien zwei Stadträte und eine Stadträtin von Adliswil in diesem Planungsgremium, in Zukunft wird es nur noch eine stadträtliche Vertretung sein.

Engagiert diskutiert wurde das „Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Berufsbildung“, das an sich unbestritten war. Damit soll die Berufsbildung im Kanton Zürich einheitlicher gestaltet und die Finanzierung geregelt werden - wobei der Kanton seine Mitfinanzierung erhöhen will. Zu reden gab jedoch - wie bereits an der kantonalen Delegiertenversammlung der CVP - der Berufsbildungsfonds. Die Befürchtungen, dass der Verwaltungsaufwand für diesen Fonds dessen Vorteile sogleich zunichte machen würde, überwog schlussendlich bei einer Mehrheit der Anwesenden. Somit stimmt die CVP Adliswil Ja zum Berufsbildungsgesetz, entschied sich jedoch für Variante B, ohne den Berufsbildungsfonds.

Unbestritten war wiederum die Volksinitiative „Schutz vor Passivrauchen“. Der Gegenvorschlag des Kantonsrates wurde als Verwässerung des Gesetzes und als ein Sieg der Tabak- und Gastrolobby gewertet. Beispiele aus dem Ausland würden zeigen, dass auch kleine Gastbetriebe mit dieser gesundheitsfördernden Regelung durchaus leben können. „Jeder weiss, dass Rauchen und auch Passivrauchen schädlich ist“, unterstrich der anwesende Adliswiler Arzt Patrick Landolt. Man müsse auch den Angestellten im Gastgewerbe, die eine solche Arbeit oft aus Not antreten, einen konsequenten Gesundheitsschutz zusichern.
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